Selcuk / Türkei


Selçuk ist eine Kreisstadt und ein Landkreis  in der westlichen Türkei, in der Provinz Izmir, 75 km südlich der Provinzhauptstadt. Dort leben etwa 36.000 Einwohner.

 

Selcuk ist etwa 20 km von Kusadasi entfernt.

 

 

In Selcuk leitet die 71-jährige Helga seit 1988 das örtliche Tierheim mit 800 (!) Hunden - auch noch nach 3 Hüftoperationen.

 

Offiziell gibt es in der Türkei keine Tierheime, sondern "Rehabilitationszentren". Zu diesen bringen die städtischen Hundefänger die Straßenhunde, damit sie dort kastriert und später wieder ausgesetzt werden.

 

In Selcuk ist das anders. Denn dort bleiben die einmal eingefangenen Hunde ein Leben lang. Umso wichtiger also, dass die Hunde sich nicht auch noch im Tierheim weiter vermehren, sondern kastriert werden. Wichtig für die Hündinnen, damit kein weiterer Nachwuchs herangezogen wird und für die Rüden, um das Aggressionspotential unter den Hunden zu verringern.

 

Helga erhält von 4 Tierpflegern, aber auch vom Bürgermeister, also der Stadtverwaltung, sehr viel Unterstützung. Diese/r sind sich der Verantwortung für die Hunde bewusst und stellen Helga jegliches Futter, bezahlen die Gehälter der Mitarbeiter. Doch reicht es auch hier nicht immer. Denn einen Tierarzt für die Kastrationen gibt es dort nicht.

 

Die Hunde werden von Helga und ihrem Team auch gut gepflegt. Der älteste, zurzeit im Tierheim lebende Hund ist 14 Jahre alt.

 

Die Gehege sind einfach, das Gelände sauber und die Hunde leben in Rudeln in großen Gehegen zusammen:

Zwar "könnten" die Tiere in einer Tierklinik in Izmir kastriert werden, aber dort nimmt man nur solche Tiere an, die kerngesund sind; also weder Parasitenbefall haben, noch Räude etc. Und das hat man bei den Straßentieren nun mal nicht.

 

Die Kastrationsaktion im Oktober 2015 war gerade 3 Tage beendet, als Angelika einen Anruf von Helga erhielt. Sie hätte von der Aktion gehört und bitte freundlich um Hilfe, weil sie selbst von ihrer Rente keine Kastrationen finanzieren könnte.

 

Denn alles, was Helga von ihrer Rente erübrigen kann, "steckt" sie im wahrsten Sinne des Wortes in die Hunde - nämlich in Form von Medikamenten, die sie ebenfalls nicht von der Stadt erhält. Sind also Medikamente für kranke Hunde notwendig, so muss sie diese selbst kaufen und aus ihren eigenen Mitteln bestreiten.

 


Offizielle Genehmigung

 

Wie überall im Leben brauchten auch wir eine offizielle Genehmigung des Bürgermeisters, die es uns erlaubt, in Selcuk kastrieren zu dürfen. Insbesondere auch, weil wir selbstredend nur einem Tierarzt bei den Kastrationen vertrauen - unserem Tierarzt Nevzat Yildizli.

 

Um jedoch die Hunde zur Kastration nach Kusadasi fahren zu dürfen, benötigten Helga und wir eben diese Genehmigung, die Helga innerhalb von 24 Stunden vom Bürgermeister erhielt:


Wir begannen also im November 2015 die bislang sehr vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Helga und der Stadt Selcuk. Es wurden Spendenaufrufe getätigt und wir konnten etliche der vielen unkastrierten Hunde kastrieren (Berichte siehe  h i e r ).

 

Daraus folgte bereits am 25.01.2016, dass wir vom Bürgermeister der Stadt Selcuk eine Dankesurkunde erhielten, verbunden mit dem Wunsch von Helga und der Stadt Selcuk, diese Zusammenarbeit auch zukünftig weiter auszubauen.


 

Für die Kastrationen der Tiere bitten wir Sie um Hilfe:

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie eine Spende für die erforderlichen Kastrationen leisten.