Intakte Ohren und dicke Bäuche

Wir freuen uns sehr über die vielen Bilder, die wir aus Kusadasi erhalten, darüber, dass wir die Straßentiere so gut über die bisherige Coronazeit und den Winter gebracht haben.

 

Doch die Bilder machen uns auch sehr traurig, denn auf allen Bildern, die wir erhalten, sehen wir fast ausschließlich intakte Ohren und zum Teil schon dicke Bäuche ...

 

Warum traurig? Ganz einfach: Auf jedem Bilder sehen wir "intakte" Ohren und auf so vielen Bildern auch schon dicke Bäuche.

 

Was ist nun an den Ohren und insbesondere den "intakten" Ohren so schlimm?

 

Wenn die Straßenkatzen kastriert werden, erhalten sie einen "Cut" am linken Ohr, d.h. ein kleines Stück von der Ohrspitze wird entfernt. Hintergrund ist, dass man zwar bei einem Kater äußerlich sehen kann, ob er kastriert ist, bei einer Katze aber einige Wochen nach der Kastration nicht mehr. Durch den Cut am Ohr sieht man von weitem, ob ein Tier bereits kastriert ist. So erspart man den Tieren, nochmals eingefangen zu werden und - gerade bei den weiblichen tieren - das mehrmalige Öffnen des Bauchraumes um nachzusehen, ob es schon kastriert ist oder nicht.

 

kastriert
kastriert
nicht kastriert
nicht kastriert

 

Nun erhalten wir sehr viele Bilder von den Futterstellenbetreuer/innen, die sie beim Füttern der Tiere "schießen" und die bekommen wir dann schlussendlich zugeleitet.

 

Aber auf allen Bildern die wir erhalten, sind so viele unkastrierte Katzen zu sehen, die nun fast alle in dem Alter sind, dass sie selber Nachwuchs produzieren können. Viele von ihnen sind die Nachkommen der Katzen, die im vergangenen Jahr geboren wurden - wobei die Katzen sich schon lange nicht mehr an Frühjahr und Herbst halten, sondern das ganze Jahr hindurch werfen.

 

Durch Corona im Frühjahr und im Herbst (wozu dann auch noch das Erdbeben kam) konnten wir nicht so viel kastrieren, wie wir es gern gewollt hätten und es notwendig gewesen wäre.

 

Doch wenn wir jetzt nicht eingreifen, nimmt die Population der Katzen überhand und unsere Arbeit in den vergangenen 8 Jahren in Kusadasi steht auf NULL, so viele sind es, die nun unkastriert herumlaufen. Zudem sieht man auf den Bildern immer wieder Katzen mit bereits gut gefüllten Bäuchen für die es für eine Kastration schon zu spät ist.  Überzeugt Euch bitte selbst an einigen der Beispielbildern, die wir zugeleitet bekommen haben:

 

 

Nachdem sich das Wetter nun weitestgehends gebessert hat, wäre zumindest das kein Problem mehr. Aber Corona hat uns leider immer noch fest im Griff und die Regeln müssen eingehalten werden. Gleichzeitig sind die Kastrationen aber immens wichtig, denn wir können keinesfalls mehr bis Anfang März warten; dann ist es für viele Katzen schon zu spät. Und dann werden uns von den vielen Kitten, die geboren werden, die Behandlungskosten bei Katzenschnupfen etc. wieder einholen. Das muss dringend vermieden werden!

 

Deshalb haben wir ein Hygienekonzept erarbeitet, damit sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig in der Tierklinik aufhalten und wir zudem den Überblick behalten.

 

Schon im Vorfeld wurden bei Angelika 200 Katzen zur Kastration angemeldet. Angelika hat alle Namen und Handynummern notiert und wird nach und nach alle zur Tierklinik schicken, sobald uns dies möglich ist.

 

Aber ohne Hilfe können wir das Kastrationsprogramm nicht durchführen und wir können auch jeden Tag nur so viel kastrieren, wie für die Kastrationen gespendet wird. Trotz aller Eile lassen die hohen Futterkosten, die - je nachdem, wie es mit den Corona-Vorgaben weitergeht - noch mindestens bis Mai anhalten werden, nicht zu.

 

Bitte helft uns dabei, das Kastrationsprogramm so schnell wie möglich beginnen zu können. Jeder Euro hilft!

 

(Verwendungszweck: Kastrationen Kusadasi)

 


 

Aktueller Spendenstand: 885,00 €

 


Wir danken den nachfolgenden Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung:

 

  50,00 € - Norbert Schwientek

  20,00 € - Karola Springl

  20,00 € - Daniela Mayr

    5,00 € - Ulrike Fenten

  10,00 € - Joachim Klein

  20,00 € - Miriam Rehbein

  20,00 € - Yvonne Eichel

  50,00 € - Christine Windisch

  50,00 € - Klaus Sandner

  50,00 € - Harald Klein

  80,00 € - Manuela Ceci

  20,00 € - Susanne Stadler

100,00 € - Renate Jost

  50,00 € - Gertraud u. Günter Zeisberger

100,00 € - Michaela Kirchner

  50,00 € - Angelika Rupp

100,00 € - Ursula Wojaczek-Klees u. Heinz-Peter Klees

  15,00 € - Julia Reichel

  50,00 € - Angelika Rupp

  25,00 € - Annerose Klingenberg